Studie: Journalismus im Internet
Wie verändert das Internet den Journalismus, war die Frage, der Forscher zwei Jahre lang am IfK nachgegangen sind. Hierzu wurden 183 Internetredaktionen befragt und rund 1.200 Internetangebote inhaltlich ausgewertet. Die Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Profi-Journalismus weder von partizipativen noch technischen Angeboten verdrängt werden wird. Es findet eher eine Ergänzung statt Konkurrenz statt. Online-Angebote der traditionellen Massenmedien sind nach wie vor der Kernbereich im Online-Journalismus. Es gibt lediglich einen geringen Prozentsatz an partizipativen journalistischen Angeboten wie Weblogs oder Nutzerplattformen. „Weblogs und Redaktionen beobachten sich gegenseitig, sie übernehmen Themen und kommentieren einander“, so Prof. Christoph Neuberger, Leiter des Projekts. 75 Prozent der Onlineredaktionen recherchieren in Blogs und 99 Prozent bei Wikipedia. Zwei Fünftel ermöglichen ihren Lesern das Kommentieren von redaktionellen Beiträgen. Für den Journalismus kritisch ist die Abwanderung der Werbekunden und Leser ins Internet und die nicht vorhandene Zahlungsbereitschaft der Nutzer. Fakt ist, dass die Verlage nicht umhin kommen, im Internet präsent zu sein, jedoch über kein gewinnbringendes Geschäftmodell verfügen.
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